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Den Ausschuss auf unter ein Prozent gedrückt

Dr. Dirk Schäfer und seine erfolgreiche Arbeit mit der Six Sigma-Methode
 

Der Erfolg lässt aufhorchen. Da gibt es eine Firma in Deutschland, die Ölkühler für die Autoindustrie produziert. In Mährisch-Ostrau, in Tschechien also, werden diese Teile hergestellt. Doch der Ausschuss der Vorserie war unheimlich hoch. Er lag im zweistelligen Prozentbereich. Dr. Dirk Schäfer hat es geschafft, durch betriebswirtschaftliche Beratung und Anwendung der Six Sigma-Methode, den Ausschuss auf unter ein Prozent zu drücken.

Vor zwei Jahren hat der promovierte Maschinenbauer die "Dr. Schäfer Consulting, Wiesbaden" gegründet und ist mit seinem Fachwissen besonders im technischen Bereich in der Unternehmensberatung tätig, um Prozesse zu optimieren. Dabei kommt die Six Sigma-Methode zur Anwendung.

Bereits in den 1970er Jahren wurden im japanischen Schiffsbau die Vorläufer der Six Sigma-Methode angewandt, später auch in der Elektronik-Industrie. Entwickelt wurde Six Sigma in den 1980er Jahren schließlich in den USA von Motorola. Six Sigma ist ein statistisches Qualitätsziel und zugleich der Name einer Qualitätsmanagement-Methodik. Sie wird von speziell geschultem Personal vorgenommen. Hauptziel der Methode sind Kosteneinsparungen.

Und zur Erklärung muss noch Folgendes gesagt werden: Der Name "Six Sigma" kommt daher, dass bei Six Sigma die Forderung erhoben wird, dass die nächstgelegene Toleranzgrenze mindestens 6 Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt liegen soll. Nur wenn diese Forderung erfüllt ist, kann man davon ausgehen, dass praktisch eine "Nullfehlerproduktion" erzielt wird, die Toleranzgrenzen also so gut wie nie überschritten werden.

Dirk Schäfer, Jahrgang 1967, hat viele Jahre in der Industrie Qualitätsmanagement betrieben - bevor er sich selbstständig machte. Nach der Realschule schließt der gebürtige Wiesbadener eine Berufsausbildung zum Elektroanlageninstallateur ab und holt anschießend den Fachhochschulabschluss nach. Der Militärdienst unterbricht dann die weitere Ausbildung. Danach schließt sich das Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule mit Abschluss an, es folgt das Studium des gleichen Faches an der Universität Bremen. Gleichzeitig absolviert Schäfer ein Grundstudium in Wirtschaftswissenschaften, wohl schon ahnend, dass dies später einmal wertvolle Dienste leisten könnte. In Graz promoviert er mit einem Thema über Veredelungsverfahren von synthetischen Fasern. Dies war 2006.

Doch schon seit 1994 war Dirk Schäfer in verschiedenen Firmen tätig, so in Bremen bei Abnorma Stahl als Betriebsingenieur, beim Deutschen Paket Dienst Zeitfracht als Abteilungsleiter Fördertechnik und Sicherheit und danach bei der SGL Carbon Group als Projekt-Manager und Vertriebsleiter. Schon hier setzte er auf die Sigma-Methode und konnte erfolgreich Einsparungen erzielen. Dabei, und dies betont er ausdrücklich, gehe es um eine Prozess-Optimierung und nicht um Personaleinsparung.

"Ich will umsetzen, was ich in der Industrie gelernt habe. Dies ist eine spannende Herausforderung", sagt er und entschloss sich 2006, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Ein entsprechender Lehrgang bei der Frankfurter Industrie- und Handelskammer stand am Anfang. Hier lernte er auch den Schönecker Gründungsberater Andreas Hammer kennen. "Seine Ratschläge haben mir viel geholfen", betont er weiter, "und er hat für mich auch das KfW-Startgeld beantragt." Der ledige Wiesbadener, der gern Städtereisen unternimmt und Wasserski fährt, hat es mit seiner Selbstständigkeit geschafft. Er hat sich auch intensiv weitergebildet und ist inzwischen Vollzeitverbesserungsexperte (Master Black Belt).


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