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Wenn der Koch das Kochgeschirr empfiehlt

Hauke Rehder
 

Hauke Rehder

Hauke Rehder hat eine Leidenschaft: Kochgeschirr. Das Beste muss es sein, denn er hat einst Koch gelernt und weiß somit, wovon er spricht. Heute ist
Hauke Rehder, Jahrgang 1965, Handelsvertreter und hat sich
in Oberursel selbstständig gemacht. Für eine holländische Firma wird er in Hessen, Rheinland- Pfalz und im Saarland sowie in Teilen von Unterfranken Kochgeschirr an den Mann oder die Frau bringen – bei Großkunden, sagt er. Das sind vornehmlich Hotel- und Gastronomieketten. Der Schleswig-Holsteiner, geboren in Itzehoe, hat in Hessen seine neue Heimat gefunden. „Ich fühle mich hier wohl“, bekundet er seine Sesshaftigkeit. Und doch – als Handelsvertreter wird er auch weiter ein unruhiges Leben führen und die Kilometer nur so runter fahren.
Die Sesshaftigkeit kommt ihm nach einem noch unruhigeren Leben wohl an. Nach der Schule hat er Koch gelernt, war unter anderem in München und Friedrichsdorf. Diese erste Begegnung mit Hessen, dem Land der Mitte in unserer Republik, ist mit dem Kennenlernen seiner Freundin verbunden. Die Herausforderung hatte ihn wenige Jahre nach der Kochlehre gepackt. Er schulte zum Hotelkaufmann um, besuchte Schule und Lehrgänge und ging als Bester der Klasse ab. 1990 kam er nach Friedrichsdorf zurück, war dann auch in Baden- Baden, ehe er wieder wechselte und 1996 für rund drei Jahre in den Außendienst bei einem Mineralbrunnen ging. Knapp zehn Jahre war Rehder danach bei einem Lebensmittelkonzern Außendienstmitarbeiter für Mineralwasser. Das Ende war im März 2009. Es folgte bis zum Herbst 2010 eine Anstellung bei einem Getränkevertrieb im Hessischen – die Trennung erfolgte wegen des finanziellen Umfeldes. Da kam durch Zufall der „Kochgeschirr- Tipp“. Die holländische Firma bereitete ihren Auftritt auf dem deutschen Markt vor und suchte Handelsvertreter. Hauke Rehder hatte sich im vergangenen Jahr arbeitslos gemeldet und die Gründerberatung der Frankfurter Kammer in Anspruch genommen, war beim Gründungssprechtag. Der Kontakt zu Andreas Hammer war zwangsläufig, denn für Businessplan, Termine bei Kreditinstituten und sonstige Formalitäten brauchte er den Fachmann. Und der Gründungszuschuss hat ihm gut getan. „Er nimmt die Fixkosten weg, zumindest am Anfang“, sagte er. Zwei wichtige Termine der vergangenen Wochen hat er parat: Am 8. November habe das erste Finanzierungsgespräch mit Uta Schöllner von der Taunus- Sparkasse stattgefunden, einen Monat später, am 10. Dezember, sei der Darlehensvertrag unterschrieben worden. Das KfWStartGeld war in „trockenen Tüchern“. „Es war alles problemlos, wie im Bilderbuch“, sagte er im Gespräch mit dem „Gründer-Journal“. Am 1. Dezember wurde die Handelsvertretung gegründet. In diesen Wochen wird er voll in das „Kochtopf-Geschäft“ einsteigen. wi)

 


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