Doris Ivànschitz zieht Bräute an
Von der Nähmaschine zum Paragleiter
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Doris Ivànschitz wollte schon immer die Frauen schön anziehen. Dies hat sie jetzt geschafft mit der Selbstständigkeit einer "Kleidermanufaktur". Die 38-Jährige entwirft und näht Brautkleider in jeglicher Form und Farbe.
Dors Ivànschitz stammt aus Salzgitter-Lebenstedt, wo sie am 25. April 1968 das Licht der Welt erblickte. Das Gymnasium besuchte sie sieben Jahre. Im März 1988 begann sei beim Oskar Kämmer Bildungswerk in Braunschweig eine Schneiderlehre, die sie im Mai 1990 mit dem Gesellenbrief und der Note, gut abschloss. Es folgte eine Weiterbildung zur Handelsassistentin bei Peek & Cloppenburg. Die Prüfung legte sie im September 1993 ab, zuvor, im Juni 1992, hatte sie erfolgreich das Examen als Einzelhandelskauffrau bestanden.
An der Fachhochschule studierte Doris Ivànschitz dann im Bereich Bekleidungstechnik. Ihre Diplomarbeit schrieb sie in der Firma Lana, Natur und Mode Aachen. Der Titel klingt kompliziert: "Produktentwicklung in einem deutschen Kleinunternehmen: Analyse, Optimierung sowie Erstellung von Richtlinien auf Basis eines Total-Quality-Management-Konzepts". Doris Ivànschitz hat es geschafft. Sie ist jetzt Diplom-Ingenieurin (FH).
Die Berufserfahrung bis zur Selbstständigkeit ist groß und vielgestaltig. Ihre Vita weist ein halbes Dutzend bekannter Firmen auf, angefangen von Peek & Cloppenburg und Michael Irskens bis Klaus Steilmann, Lana, gardeur und Neckermann. Doch die Stelle bei Neckermann im Einkaufsbüro wurde wegrationalisiert, so dass sie die Chance zur Selbstständigkeit nutzen konnte.
Und jetzt lässt die 38-Jährige, die der Liebe wegen ins Rhein-Main-Gebiet gezogen ist, in ihrem Atelier Bräute noch schöner aussehen. "Dafür habe ich ein Händchen", sagt sie.
Den Ausgleich zur ratternden Nähmaschine und der trockenen Buchhaltung findet sie in der Kreativität und im Paragleiten. Leicht wie ein Vogel gleitet sie durch die Lüfte - sozusagen als Ersatz ihres unerfüllten Traumhobbys, Fallschirmspringen. Zu den beliebten Reisezielen des kinderlosen Ehepaares Ivànschitz gehören die Vogesen.
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