Traum der Selbstständigkeit verwirklicht
Lamprini Georgiou hat ein Coiffeur-Geschäft eröffnet
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Bei dem Wort „Rewani“ glänzen die Augen der 37-jährigen Lamprini Georgiou. Dieser griechische Sirupkuchen hat es ihr angetan. Mit Leidenschaft wird er gebacken, erzählt sie. Er gehört zu ihrem Leben wie der Beruf als Friseuse mit Meisterbrief.
Auch hier ist Leidenschaft am Werk, wenn sie die Haarschopfe von Weiblein und Männlein verschönert. Seit dem 19.Januar 2010 ist sie stolze Besitzerin eines eigenen Coiffeur-Geschäftes in Maintal. Die Griechin Georgiou, 1972 in Bonn geboren, hat den vor zehn Jahren zum ersten Mal geträumten Traum der Selbstständigkeit verwirklicht. Der Lebensweg führt von der Grundschule, die sie teilweise in Griechenland absolviert hat, zur Hauptschule nach Dörnigheim, die sie 1988 abschließt. Es folgt eine Ausbildung als Friseuse, die 1991 mit dem Gesellenbrief endet. Während der Lehrjahre hat sie wohl manche stille Träne verdrückt, heute ist sie froh, dass ihr Lehrmeister so streng war. „Ich habe so viel gelernt und bin ihm dafür so dankbar“, sagt sie. 1993 kommt Tochter Katerina zur Welt, die heute allerdings ein anderes Berufsziel als die Mutter hat. Sie geht noch zur Schule und will sich der Jurisprudenz widmen. Nach Teilzeitjobs legt Georgiou im Jahre 2000 die Meisterprüfung ab, das unabdingbare Zeugnis für eine Selbstständigkeit. Neun Jahre war die Meisterin Filialleiterin einer Friseursalonkette, so in Frankfurt, Hanau und Maintal. Irgendwann im vergangenen Jahr kam es zum Zerwürfnis wegen der überhandnehmenden Überstunden und der Bezahlung unter Tarif. Die Chefin warf ihr „Realitätsverlust“ vor. Ums Geld wird noch gestritten. Lamprini Georgiou ist ausgeschieden und hat die Selbstständigkeit angepackt. Über Umwege, wie so manchmal im Leben, wurde ihr der Gründungsberater Andreas Hammer empfohlen. Einige Durchsetzungskraft er forderte es, den Gründungs kredit letztlich zu erhalten. Inzwischen läuft das Geschäft im Maintaler Backesweg 7. Gemütlich hat sie ihren Salon eingerichtet – wohnzimmermäßig und nicht steril. Drei Plätze sind vorhanden. Und da ihr Vorname im griechischen wohlklingend „Nula“ abgekürzt wird, hat sie ihn ins Firmen schild integriert: „Haarkunst by Nula“.
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