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Stockholmer Wohnaccessoires in Frankfurt

Klientel zwischen 30 und 40 begeistert -


Ulrica Gasteyer und Alexander Sanner

Ulrica Gasteyer und Alexander Sanner haben ihren Traum verwirklicht. Seit einigen Wochen verkaufen die beiden Junggründer in der Frankfurter Schillerstraße 27-29 Stockholmer Wohnaccessoires der Firma „Design House“. Ein halbes Tausend Artikel haben sie vorrätig.
Die Liebe zu Schweden hat beide „zusammen-geführt“. Die in Jönköping geborene Schwedin Ulrica Gasteyer (40), verheiratet und Mutter zweier Buben von acht und elf, hat zuletzt in der Personalabteilung einer großen Hotelkette gearbeitet. Alexander Sanner (42), der BWL studiert hat, ist Skandinavienfan. Bei diversen schwedischen Veranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet hat man sich getroffen und pflegt seither die Freundschaft zwischen beiden Familien. Sanner, der bei Bosch und später bei Swatch gearbeitet hat, ist seit 2007 Direktor einer Werbeagentur in Frankfurt. Als Rhein-Main-Gewächs liebt Sanner den Äppelwoi und den Handkäs dazu.

Es gab vielerlei Berührungspunkte zu Schweden, die den Wunsch nach Selbstständigkeit immer stärker werden ließen. Da gab es eine alte Schulfreundin, die in Spanien „Design House“ vertreibt, da gab es einst ein Geschäft für schwedische Spezialitäten in Frankfurt, dem nachgetrauert wird. Und wie die Zukunftsgespräche unter jungen Leuten so waren, wurden Pläne geschmiedet und „leise in Stockholm nachgefragt“, ob eine Deutschlandvertretung möglich wäre. Die notwendige Unterstützung erhielten beide von Gründungsberater Andreas Hammer, der den Wunschtraum zu Papier brachte, so dass alle Hürden genommen werden konnten.
Für beide kam nur der Standort Frankfurt in Frage. Dass es dann doch von 2007 bis zum Spätherbst 2009 dauerte, lag an der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal. Mehrere Örtlichkeiten waren fast schon perfekt, als jeweils die Eigentümer doch nicht vermieten, sondern verkaufen wollten. Schließlich konnte ein gut ausgebautes Ladenlokal, in dem ehemals Damenmode offeriert wurde, übernommen werden. 100 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen zur Verfügung. Dass von den vier Kreditinstituten, mit denen anfangs gesprochen wurde, die Frankfurter Volksbank übrig blieb, lag wohl an Berater Sebastian Katzenbach, der den Weg frei machte für den benötigten KfW-Bankkredit.

Das Sortiment aus Schweden umfasst Kleinmöbel und die dazu gehörigen Accessoires. Vieles aus dem Programm ist vorrätig, Möbel haben eine Lieferzeit von zwei Wochen, sagt Gasteyer. Die 1992 gegründete Stockholmer Firma arbeitet mit freien Designern zusammen, die spezielle Produkte entwickeln. Nur in Stockholm und London hat das Unternehmen eigene Geschäfte, ansonsten erfolgt der Absatz über freie Handelsvertreter.

Gasteyer und Sanner verkaufen die Stockholmer Erzeugnisse auf eigene Rechnung. Während die Schwedin mit Aushilfen das Geschäft führt, kümmert sich Alexander Sanner um Marketing und Werbung. Seinen Job bei der Agentur hat er beibehalten. „Unser Klientel ist zwischen 30 und 40 Jahre alt“, sagt Werbemann Sanner. (wi)

Dank KfW-Kredit: Ulrica Gasteyer und Alexander Sanner haben es geschafft: Sie vertreiben seit einigen Wochen Stockholmer Wohnaccessoires.

 

 


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