Jedes Stück ein Unikat
Monika Helene Frank und ihre Schmuckstücke aus hochwertigen Materialien
Es sind schon ungewöhnliche Schmuckobjekte, die Monika Helene Frank aus Friedberg herstellt. Dabei ist alles traditionelle Handarbeit - und alles ein Unikat. Im vergangenen Jahr hat sich die Diplom-Modedesignerin selbstständig gemacht und vertreibt ihre handwerkliche Kunst vornehmlich auf kunsthandwerklichen Märkten im Umkreis von etwa 200 Kilometern, auf Verkaufsausstellungen bei Zeitarbeitsunternehmen sowie auch in Galerien. "Meine handgefertigten Unikate sprechen Frauen an, die ihren eigenen Stil gefunden haben und die dies gerne auch durch ihr Aussehen ausdrücken", sagt sie.
Vor etwa zwei Jahren tauchte bei Monika Helene Frank die Idee der Selbständigkeit auf. Der Jugendtraum nahm Gestalt an, nicht zuletzt durch die tatkräftige Mithilfe von Gründungsberater Andreas Hammer, der die Weichen für die notwendige Anschubfinanzierung stellte. Inzwischen ist die freiberufliche Schmuckdesignerin im Geschäft und besucht beispielsweise entsprechende Märkte im Bergischen Land sowie in Köln. Gesucht werden allerdings noch weitere Galerien, die ihren Schmuck dauerhaft anbieten, oder Verkaufsstellen. Der Preisrahmen ihrer Unikate bewegt sich um die 100 Euro.
Die Friedbergerin, Jahrgang 1953, absolvierte eine Volontärsausbildung bei einer Frankfurter Tageszeitung und danach einen einjährigen Auslandsaufenthalt in England. Wieder zurückgekehrt, legte sie die Wirtschafts-Dolmetscher-Prüfung ab. Nach der Tätigkeit bei verschiedenen amerikanischen Firmen schloss sie ein Studium an der FH Hamburg mit dem Diplom als Modedesignerin ab. Fortan war Bekleidung ihr Metier. Sie war Entwurfsdirektrice für Damenoberbekleidung, war im Bekleidungsexport tätig und im Marketing bei einer Firma, die Naturtextilien vertreibt. Doch damit war ihr Leben noch nicht ausgefüllt. "Bekleidung ist zwar interessant", sagt sie, "doch das Fertigen von Schmuckstücken begeistert mich noch mehr." Der Spontanentschluss wurde umgesetzt.
"Es macht Spaß", sagt sie, wenn sie in ihrer Werkstatt sitzt und gehäkelten Gold- oder Silberdraht nutzt, um ihn nicht nur als Schmuckstück weiter zu verarbeiten, sondern auch als Applikation auf Krägen und Gürteln. "Häkeln ist eine schöne Technik, ich liebe sie." Jedes hergestellte Stück - derzeit "produziert" sie etwa 60 Stück im Monat - unterscheidet sich von den Industrieprodukten. Das Leder muss in europäischen Gerbereien hergestellt sein, die Gürtel sind zum Teil aus handgewebter Doupionseide gefertigt, die Wolle oder die Stoffstreifen entstehen auf dem eigenen Handwebrahmen. Mit einem Keramikatelier arbeitet sie eng zusammen. Dort werden nach ihren Vorstellungen Anhänger gebrannt, die sie dann mit entsprechenden Bändchen - zum Teil kunstvoll verziert - schmückt. Gedacht ist auch an die Herstellung von kleineren Skulpturen als Tisch oder Wandschmuck.
Etwas ganz Besonderes hat die Designerin - die übrigens auch gerne malt und sich mit Naturheilkunde beschäftigt - im Angebot: Schmuckstücke, die mit der peruanischen Häkeltechnik "punto peruano" hergestellt sind. Hier ist das Maschenbild besonders dicht und fest, das Schmuckstück bleibt aber trotzdem beweglich und biegsam.
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