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Betreuung bis der Roboter läuft
 

Herr der Roboter: Daniel Eisenhardt

Vom Schwabenland hat es den 1964 geborenen Daniel Eisenhardt nach Bad Camberg „verschlagen“. Hier hat sich der „reisende Techniker“, wie er sich scherzhaft im Gespräch betitelt hat, selbstständig gemacht. Am 1. Mai 2010 wurde offiziell die Eisenhardt-Engineering als UG gegründet. Am Anfang der Berufslaufbahn war dies nicht abzusehen. Daniel Eisenhardt absolvierte nach der Realschule eine Mechanikerlehre, holte dann die Fachhochschulreife nach. Die Bundeswehr forderte ihr Tribut, allerdings nur neun Monate bei der Kraftfahrzeuginstandsetzung. Dann griff die Bewerbung bei einem Austauschprogramm des Bundes. Ein Jahr in den USA folgte. Nach der Rückkehr kam Daniel Eisenhardt bei der Stellensuche in ein Wechselbad der Gefühle: Entweder hatte er „keine Ahnung“ oder war „überqualifiziert“. Die Lösung war schließlich ein Maschinenbaustudium an der FH Esslingen mit Diplom-Abschluss 1991.

Im folgenden Berufsleben „schnupperte“ Eisenhardt in vielen Firmen, wobei er einige unverschuldet wegen wirtschaftlichen Stellenabbaus „verlassen“ musste. Da war er in der technischen Dokumentation von Elektroantrieben bei einem Konzern beschäftigt, da war er in der Entwicklung von Befestigungsteilen, dann hatte er mit Verpackungsmaschinen und mit der Robotertechnik zu tun. Letzteres ließ ihn nicht mehr los – und heute ist er selbstständig als Ein-Mann-Firma in diesem Geschäft.

Die Geschäfte gingen 2008 infolge der globalen Wirtschaftskrise bei der Firma RBC–Fördertechnik GmbH in Bad Camberg nicht gut. Daniel Eisenhardt schied aus und überlegte. „Der Kunde, der eine Anlage kauft, erwartet nicht nur einen Handelsvertreter, sondern auch einen Projektentwickler, der Ideen mitbringt und Lösungen anbietet", sagt er. Und da er bereits als Vertriebs- und Projektingenieur gearbeitet hatte, war dies die Lösung für ihn. Einfach war der Weg in die Selbstständigkeit nicht. Viele haben mitgeholfen. So gehört Gründungsberater Andreas Hammer dazu, der zusammen mit Eisenhardt bei der Kreissparkasse Limburg einen verständlichen und überzeugenden Businessplan vorlegte. Das Finanzierungsgespräch mit Kreditberater Martin Hirschhäuser war erfolgreich. Der StartGeldkredit der KfW wurde bewilligt. Und auch Roland Nestler von der RKW Hessen, die die geförderte Existenzgründungsberatung begleitete, zog am gleichen Strang.

„Der Kunde erhält ein plausibles Konzept, die Maschine wird so gebaut, wie er sie braucht“, betont Eisenhardt. Und so verkauft und betreut der Ingenieur heute Roboteranlagen zum Zuführen von Teilen, optimiert Produktionsanlagen und bietet Sonderlösungen an.


 

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