1 x 1 für Firmengründer
Sie wollen sich selbständig machen? Dann ist die erste Erkenntnis: Am Anfang steht der Kopf. Ihr Kopf – denn Sie müssen denken, entscheiden, beurteilen, erkennen und ..... lernen.
Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie feststellen: Sie brauchen einen anderen Kopf. Einen, der weiß, wie Ihr Weg durch den Dschungel von Ämtern, Institutionen, Anträgen, Förderungsprogrammen und behördlichen Fußangeln verlaufen muß, wenn folgewahrscheinlich und irreparable Pannen vermieden werden sollen.
Sie brauchen einen Berater, denn der Weg in die Selbständigkeit – ohne Fachberatung – ist ein Schritt in die Dunkelheit. Eine Beratung oder ein Seminar bei einem Existenzgründungsberater wird durch Zuschüsse gefördert, denn Wissen kostet Geld. Das werden Sie bald merken.
Weil eine Reise von Tausend Meilen unter Ihrem Fuß anfängt – wie die Chinesen sagen – geben wir Ihnen hier eine Starthilfe mit dem kleinen
1 x 1 für Firmengründer.
1 x 1 = 1 Das eigene Engagement
Sind Sie bereit, in der Existenzgründungsphase, d.h. für etwa 2 Jahre 64 Stunden wöchentlich zu arbeiten? Weniger reicht nicht. Und es reicht auch nicht, wenn Ihre Familie nicht mitzieht!
1 x 2 = 2 Die Selbstbeurteilung
Kennen Sie Ihr Existenzminimum? Was brauchen Sie zum Leben? Was kommt dazu, um persönliche Ansprüche zu erfüllen: Versicherungen, Altersvorsorge, Urlaub, Hobby? Ihr Berater wird Ihnen sagen, ob Ihre Geschäftsidee tragfähig genug ist, um dieses Minimum an Ansprüchen abzudecken. Abdecken heißt hier, die Gewinnaussichten objektiv und kritisch zu beurteilen. Und damit sind wir beim Kern der Dinge: beim Geld.
1 x 3 = 3 Das Gründungsdarlehen bei Kleinstkapitalbedarf
Der ideale Kredit für Gründer mit einem Finanzbedarf unter 100.000,- € heißt KfW-Startgeld. Das zinsgünstige Darlehen fördert alles; egal ob Investition oder laufende Betriebsausgabe (z.B. Unternehmergehalt, Werbung, Miete usw.). Auch bei geringen Sicherheiten ist eine Finanzierung möglich, da die KfW-Mittelstandsbank obligatorisch eine 80%-ige Haftungsfreistellung gewährt. In der Regel finanzieren Banken auch ohne Nachweis von Sicherheiten. Das optimale Programm für „Vollzeitunternehmer“ aber auch für „nebenberuflich Selbständige".
1 x 4 = 4 In Deutschland gibt es ca. 230 Förderungsprogramme
die angehenden Unternehmern zum Start verhelfen können. Man muß sie nur kennen. Den Unternehmerkredit sollten Sie unbedingt kennenlernen: Existenzgründer, Freiberufler, junge Unternehmen, Wachstumsunternehmen und etablierte Betriebe können ab sofort über ihre Hausbank Investitionen ebenso wie Betriebsmittel mit dem "KfW-Gründerkredit" finanzieren. Gefördert werden beispielsweise Gebäude, Renovierungsmaßnahmen, Baumaßnahmen, Kauf von Maschinen, die Beschaffung und Aufstockung des Material- und Warenlagers sowie die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder die Beteiligung. In der "Betriebsmittelvariante" können laufende Betriebsausgaben und vorübergehende Liquiditätsengpässe finanziert werden.
1 x 5 = 5 Das Unternehmerkapital
Dieses "ERP-Kapital für Gründung" bekommen Sie ohne Sicherheiten. Es ist im ersten Jahr zinsfrei und die erste Tilgung wird im 8. Jahr nach Gründung fällig. Voraussetzung ist: Sie sind fachlich und kaufmännisch qualifiziert und haben ein gutes Konzept, d.h. eine tragfähige Geschäftsidee.
1 x 6 = 6 Wenn die Hausbank quer schießt
Banken mauern oft und leiten Kreditanträge erst weiter, wenn der Existenzgründer oder Jungunternehmer darauf besteht. Bei den „Banken“ gibt es jedoch große Unterschiede: Die Sparkassen sind „Spitzenreiter“ bei der Anzahl ausgezahlter Gründungsdarlehen. Sie zahlen fast 50 % aller Gründungskredite aus. Dicht gefolgt von den Volks- und Raiffeisenbanken. Die bewilligende Stelle – das ist die „Gründerbank der Nation“, die KfW-Mittelstandsbank Frankfurt – nimmt jedoch Anträge nur über eine Hausbank entgegen. Für die meisten Gründungsdarlehen brauchen Sie Sicherheiten. Diese Gründungsdarlehen sind wie ein normaler Bankkredit, aber zinsgünstiger, d.h. in der Regel liegt die Verzinsung zwischen 4 und 6 %. In den ersten Jahren nach Firmengründung müssen sie nicht getilgt werden.
1 x 7 = 7 Eine zeitgemäße logische Folge: Die Bürgschaftsbank
Neue Existenzgründungen sind besonders gefährdet, zahlungsunfähig zu werden. Abgesehen von der aktuellen Situation hatten wir bis 1999 ein stetiges Wachstum, zuletzt sogar einen Gründungsboom zu verzeichnen. Nach wie vor sind dabei die Sicherheiten des Existenzgründers das zentrale Problem und auch die Bürgschaften der Bürgschaftsbanken in den Bundesländern bzw. Haftungsfreistellungsprogramme können es von staatlicher Seite nur in Ausnahmefällen lösen.
1 x 8 = 8 Wagniskapital
Nur in Ausnahmefällen wird der Existenzgründer eine schuldenfreie Immobilie oder eine Lebensversicherung mit hohem Rückkaufswert haben, die zur Beleihung herangezogen werden könnte. Trotzdem ist die Beleihung von Risikokapital, d.h. die Beleihung einer Geschäftsidee in Deutschland nicht zur Regel geworden, im Gegensatz zu den USA.
Wir sind eine typische Dienstleistergesellschaft – trotzdem stehen die dinglichen Sicherheiten meistens im Mittelpunkt der Forderungen, die die Bank an den Existenzgründer stellt. Die Beleihung der Geschäftsidee hat nur eine Ausnahme, sie ist möglich bei privaten Beteiligungsgesellschaften, sog. Venture-Capital-Gesellschaften, die Kapital zur Verfügung stellen. Venture Capital ist echtes Eigenkapital. Ziel der VC-Gesellschaften ist es, sich an erfolgsversprechenden innovativen Vorhaben zu beteiligen. Wagniskapital bedeutet nicht nur allein die Bereitstellung von Kapital, sondern auch die intensive Beratung junger Unternehmen. Praktisch verwertbares Management-Knowhow in Verbindung mit einem gut ausgebauten Netzwerk soll für einen raschen Marktdurchbruch sorgen.
1 x 9 = 9 Die Wahl der Rechtsform
Sie ist entscheidend für die Gründungskosten und die Haftungsverteilung. Deshalb entfallen 83 % aller Neugründungen zur Zeit auf die GmbH, die nur mit dem Geschäftsvermögen haftet. Die Gründungskosten einer GmbH betragen etwa 600,00 €. Das Stammkapital sollte 25.000,00 € betragen.
1 x 10 = 10 Die Standortwahl
Der Standort des Geschäfts ist wichtig für den Einzelhandel, die Gastronomie und alle Geschäftsgründungen, für die die Kundenfrequenz an Laufkundschaft eine entscheidende Rolle spielt. In strukturschwachen Regionen gibt es Investitionszuschüsse. Bei zu gründenden Produktionsbetrieben ist es besonders wichtig, auf die Umweltauflagen zu achten.
1 x 11 = 11 Marketing und Werbung
Es ist nicht einfach – mitunter sogar unmöglich – die Geschäftspraktiken der Wettbewerber zu durchleuchten und zu erkennen. Marketing soll dazu dienen, das Angebot des neuen Geschäftes im Markt durchzusetzen. Ein Grundsatz der Werbung ist zu befolgen: Man wirbt nicht gegen etwas, sondern dafür. Orientieren Sie Ihre Werbung auf Ihr Geschäftsziel, nicht darauf, den Wettbewerber zu überflügeln. Denn vergessen Sie nicht: Einen Ersten kann es nur geben, wenn es auch einen Zweiten gibt.
1 x 12 = 12 Franchising
Franchising ist ein Vertriebs- und Dienstleistungssystem, das selbständigen Unternehmern (den Franchisenehmern) erlaubt, ein getestetes Geschäftskonzept von den so genannten Franchisegebern zu übernehmen. Das schlüsselfertige Konzept ist häufig ein Erfolgsgarant. Franchising ist eine relativ risikoarme Form der Existenzgründung. Weil nicht jede teure Franchising-Idee so erfolgreich ist wie die von McDonalds, sollten Sie das Konzept von einem Spezialisten überprüfen lassen, bevor Sie sich vertraglich binden.
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